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Palladium nach dem Kursanstieg: Wie es jetzt weitergeht

Palladium nach dem Kursanstieg: Wie es jetzt weitergeht

WKN: A116ZE ISIN: US31832R1095 Firma Holdings Corp

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20.05.2020 - 17:20
16.01.2019 07:00:00

Unter sämtlichen Edelmetallen entwickelte sich Palladium auf Sicht eines Jahres und auf Dreijahressicht mit Abstand am besten. Trotz noch intaktem Aufwärtstrend droht nun zumindest eine markante technische Korrektur. Von Jörg Bernhard



Das Jahr 2018 war unter fundamentalen Aspekten vor allem dadurch gekennzeichnet, dass die Palladiumnachfrage höher als das Angebot war. Analysten von HSBC rechnen für 2019 mit einem Anstieg des Angebotsdefizits von 350.000 (2018) auf 937.000 Feinunzen. Die verglichen mit Platin überdurchschnittliche Nachfrage ist vor allem auf die negativen Auswirkungen des Diesel-Abgasskandals zurückzuführen. Palladium kommt nämlich vor allem in den Katalysatoren von Benzinfahrzeugen zum Einsatz. Und diese waren wegen der Umweltproblematik im vergangenen Jahr gefragter als Dieselfahrzeuge. Doch so richtig rosig sehen die Absatzchancen von "Benzinern" mittlerweile auch nicht mehr aus.

Den besten Beweis lieferten die zum Wochenauftakt veröffentlichten Dezember-Verkaufszahlen zum chinesischen Automarkt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es hier ein dickes Minus von 13 Prozent zu beklagen. Dies stellte den stärksten Absturz seit Januar 2012 (-26,4 Prozent) sowie das sechste Monatsminus in Folge dar. Auf Gesamtjahressicht machte sich sogar ein Rückgang um 2,8 Prozent auf 28,0 Millionen Fahrzeuge bemerkbar. Relativ rund läuft der Automarkt dank der US-Steuerreform von US-Präsident Donald Trump in den USA. Sollte aber jenseits des Atlantiks ebenfalls "Sand ins Getriebe" geraten, dürfte dem Palladiumpreis erhebliches Ungemach drohen, zumal auch die Charttechnik gegenwärtig eher zur Vorsicht mahnt. Insbesondere die protektionistische Wirtschaftspolitik der USA könnte sich als "Bumerang" erweisen. Die US-Firma Tesla musste zum Beispiel im Oktober auf dem weltgrößten Automarkt einen Absatzeinbruch um 70 Prozent auf nur noch 211 Fahrzeuge hinnehmen. Und auch die gestiegenen US-Zinsen dürften das Interesse an Neufahrzeugen eher bremsen als beschleunigen.

Auf Seite 2: Palladium: Charttechnisch überkauft



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Bildquelle: Julian Mezger

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