Diese DAX-Aktie ist am Dienstag um satte 13 Prozent nach der Vorlage von Quartalszahlen gecrasht. Das steckt konkret hinter dem Abverkauf, und so sollten Anleger jetzt auf die Verwerfungen reagieren. 

Am Dienstag zerreißt es die Aktien des DAX-Konzerns Beiersdorf an der Börse heftig. Die Papiere fielen nach der Vorlage der Quartalszahlen um satte 13 Prozent. Das wurde konkret gemeldet:

Schock-Nachricht für Anleger

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf rechnet im laufenden Jahr allenfalls mit einem geringen Wachstum. "Ich gehe nicht davon aus, dass der Markt weiter rückläufig sein wird", sagte Konzernchef Vincent Warnery der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX. "Aber ich kann derzeit auch nicht sagen, dass er schnell wieder wachsen wird."

2026 sei von einem "flachen bis leicht wachsenden organischen Umsatz" und einer operativen Umsatzrendite gemessen am Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ohne Sondereffekte "leicht unter" dem Vorjahresniveau auszugehen, teilte der Konzern überraschend am Montagabend in Hamburg mit. Die Jahresprognose sei konservativ, so Warnery. Der Manager hält diese angesichts der heute bekannten Fakten aber für realistisch.

Laut Celine Pannuti von der US-Bank JPMorgan lagen die Ergebnisse für 2025 im Rahmen der Erwartungen. Der Ausblick der Hamburger auf 2026 sei allerdings etwas mau. Für David Hayes vom Investmenthaus Jefferies bedeutet der Ausblick auf 2026 für den Marktkonsens einen Korrekturbedarf von etwa fünf Prozent. Der Branchenexperte erwartet zudem Diskussionen über das Wachstum der Kernmarke Nivea.

Im vergangenen Jahr lag der Konzernumsatz mit rund 9,9 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Organisch, also ohne Währungs- und Portfolioeffekte, wurde ein Wachstum von 2,4 Prozent verzeichnet. Die operative Umsatzrendite lag mit 14,0 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 13,9 Prozent. Der Umsatz lag dabei etwas unter den Erwartungen von Analysten, während die Rendite diese in etwa traf.

"2025 war ein anspruchsvolles Jahr für die Hautpflegebranche, geprägt von langsamerem Wachstum und anhaltender Marktvolatilität", sagte Konzernchef Warnery laut Mitteilung. Das verlangsamte Wachstum des Hautpflegemarkts und das volatile konjunkturelle Umfeld wirkten sich negativ auf die kurzfristigen Wachstumsaussichten des Bereichs Consumer aus, hieß es weiter.

Das sollten Anleger nach dem Schock tun

Schlechte Nachrichten also für die Aktionäre von Beiersdorf, doch Anleger sollten jetzt trotz der schlechten Nachrichten nicht in Panik verfallen.

Der von BÖRSE ONLINE ausgegebene Stopp-Kurs bei 84,75 Euro ist noch nicht erreicht und bei 87 Euro befindet sich zudem ein wichtiges Unterstützungsniveau, an dem die Papiere Halt finden können. Zudem liegen Leser auch trotz der negativen Nachrichten kaum im Minus, da die Aktie vor dem Crash im Anschluss an die Empfehlung bei 92,82 Euro deutlich steigen konnte.

Auch die Analysten bleiben übrigens optimistisch für Beiersdorf, sehen eine Kaufchance und im Mittel vom aktuellen Niveau 22 Prozent Kurspotenzial.

Beiersdorf (WKN: 520000)

Enthält Material von dpa-AFX

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Häufig gestellte Fragen

Was ist das Kursziel für die Beiersdorf-Aktie?

Das Kursziel des Analystenkonsens für die Beiersdorf-Aktie liegt bei 109 Euro. BÖRSE ONLINE sieht aktuell sogar noch mehr Potenzial.

Warum fällt die Beiersdorf gerade?

Die Aktie von Beiersdorf fällt am Dienstag aufgrund von schwachen Ergebnissen und einem schlechten Ausblick.

Lohnt sich bei Beiersdorf noch ein Kauf?

Die Aktie von Beiersdorf wird aktuell von der BÖRSE ONLINE Redaktion zum Kauf empfohlen.