Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Störfeuern zwischen den beiden Supermächten gekommen war, scheint sich der Konflikt der beiden erneut neu zu verschärfen. Am Donnerstag treten neue Ausfuhrregeln für Halbleiter seitens der USA in Kraft. Das sind mögliche Gewinner und Verlierer, Anleger sollten so reagieren.  

Nach dem Krisentreffen von US-Präsident Joe Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping im November hatten beide Staatschefs zum Ziel gesetzt, eine bessere Kommunikation untereinander zu pflegen. Das Weiße Haus bestätigte, dass am Dienstag ein Telefongespräch stattgefunden hatte. Der Zeitpunkt des Gesprächs überrascht, zumal am Donnerstag strengere US-Ausfuhrregeln für Halbleiter-Produkte in Kraft treten, mit teils erheblichen Folgen für Halbleiterkonzerne. Auch China hatte jüngst nach Berichten der Financial Times neue Richtlinien verabschiedet, wie zum Beispiel den Stopp von in den USA hergestellten Mikroprozessoren. 

Gewinner und Verlierer

Von dem Verwendungsstopp bei den US-Prozessoren, dürften vor allem AMD  und Intel leiden, zumal beide Konzerne den Markt dominieren. Nutznießer dieser Maßnahme könnte der britische Konzern Arm und das chinesische Unternehmen Huawei sein.     

Für die Autoindustrie sind Chips einer der wichtigsten Bausteine. Zwei europäische Konzerne, die im chinesischen stark verwurzelt sind der deutsche Technologiekonzern Infineon sowie Rivale STMicroelectronics. Insbesondere in Chinas E-Automobilität nehmen beide Konzerne eine führende Stellung ein. Allerdings dürfte China durchaus bewusst sein, dass sie derzeit noch in einem hohen Abhängigkeitsverhältnis zu beiden Firmen stehen, da es an Alternativen mangelt. Um diese Abhängigkeit zu minimieren, dürfte China die Investitionen in Entwicklung von stromsparenden Chips aus Siliziumkarbid massiv hochfahren.   

Chip-Power Index

Handelsbeschränkungen sind für alle Beteiligten keine einfache Situation. Sowohl der USA als auch China dürfte klar sein, dass die Ausfuhrregeln insbesondere bei Wirtschaftszweigen mit großer Halbleiterabhängigkeit dafür sorgen können, dass der Schuss auch schnell mal nach Hinten losgehen kann. Deswegen sollten Anleger, das Risiko einer Einzelaktie aus dem Segment eher umgehen und stattdessen auf den breiter gestreuten BÖRSE ONLINE Chip Power Index setzen.  

Fazit

Chips sind weltweit der Rohstoff für den technologischen Fortschritt. Anleger, die noch nicht investiert sind, warten auf eine Marktkorrektur und steigen dann mit einer ersten kleinen Position in den Sektor ein. Eine Möglichkeit, dies breit gestreut zu tun, bietet das Indexzertifikat mit der WKN DA0ABM. Mit diesem partizipieren Anleger nahezu eins zu eins an der Entwicklung von 15 Chipaktien.

Mehr Infos zum Index gibt es hier. 

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