Adidas meldet vorab für 2025 einen Rekordumsatz - und die Anleger sind begeistert. Die Aktie legt deutlich zu und kann damit den jüngsten Kurs-Rückschlag wieder wettmachen. Wir erklren, warum die Zahlen so gut ankommen. 

Der Sportartikelkonzern Adidas hat im vergangenen Jahr so viel Umsatz erwirtschaftet wie nie zuvor. Die Einnahmen stiegen währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro, wie Adidas bereits am Donnerstagabend auf der Grundlage vorläufiger, noch nicht testierter Zahlen mitteilte. Das Betriebsergebnis der Herzogenauracher kletterte laut der Meldung um mehr als 700 Millionen Euro auf 2,056 Milliarden Euro. Endgültige Geschäftsergebnisse für 2025 sollen am 4. März veröffentlicht werden. Dann will Adidas-Chef Björn Gulden auch eine Prognose für das laufende Jahr abgeben.

"Ich bin wieder sehr stolz auf das, was unsere Teams erreicht haben", sagte Gulden. Trotz vieler externer Turbulenzen wie der US-Zollpolitik und ungünstiger Währungseffekte sei auch im vierten Quartal ein zweistelliges Wachstum gelungen. Das vergangene Jahr sei für Adidas viel besser verlaufen, als zu Beginn des Jahres geplant und erwartet.

Umsatz im 4. Quartal verdreifacht

Allein im vierten Quartal legte das Betriebsergebnis von 57 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 164 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz stieg in dem Drei-Monats-Zeitraum von 5,97 auf 6,10 Milliarden Euro. Die Bruttomarge kletterte um einen Prozentpunkt auf 50,8 Prozent. Analysten hatten beim Gewinn mit weniger und bei den Erlösen mit mehr gerechnet.

Bereits am Donnerstagabend hatte die Aktie im nachbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um zwei Prozent zugelegt. Mittwochmittag notiert sie im Xetra-Handel bereits mit einem Plus von 5,6 Prozent bei 151,65 Euro. Die Begeisterung der Anleger dürfte auch auf das angekündigte Aktienrückkaufprogramm zurückzuführen sein. Adidas will schon ab Anfang Februar für bis zu eine Milliarde Euro eigene Anteilscheine zurückerwerben. Die Papiere sollen anschließend eingezogen werden, was den rechnerischen Gewinn je Aktie erhöht. 

Adidas erklärt die Maßnahme damit, das man im laufenden Jahr einen starken Barmittelzufluss erwarte, der so ein Programm möglich mache.

Adidas (WKN: A1EWWW)

Fazit für Anleger

Charttechnisch ist heute trotz der erfreulichen Nachrichten nicht viel passiert. Vielmehr hat die Adidas-Aktie die Kurslücke, die um das vergangene Wochenende herum als Reaktion auf ein paar sehr negative Analystenkommentare gerissen wurde, wieder geschlossen. Technisch gilt es jetzt kurzfristig erst einmal, die Marke von 153 Euro zu überwinden. Um den seit Monaten laufenden Abwärtstrend zu durchbrechen, müsste der Kurs allerdings an die Marke von 168 Euro heranlaufen. Dort wartet dann bei 170 Euro sofort der nächste Widerstand.

Von den Analysten gab es am Freitag reihenweise Bestätigungen für ihre "Kaufen"-Empfehlungen. Das vergangene Jahr sei vielversprechend zu Ende gegangen, lobte UBS-Analyst Robert Krankowski. Adidas habe den Sorgen wegen der europäischen Märkte, der Rabattschlacht in der Branche und der US-Zollpolitik getrotzt. Zudem liege das angekündigte Aktienrückkaufprogramm am oberen Ende der Erwartungen. Da das vierte Quartal vergleichsweise wenig Bedeutung habe, liege der Fokus nun auf dem Ausblick. Derzeit rechne der Markt für 2026 mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Das zweistellige Wachstum im vergangenen Quartal könnte die Einschätzung untermauern, dass die bisherigen Ziele keine Verlangsamung bedeuteten, sondern nur gewohnt konservativ seien. Krankowski wiederholte daher sein Kursziel von 256 Euro, eines der höchsten im Adidas-Universum.

Vor allem die hohe Marge kam an der Börse gut an. Dies zeige, dass Adidas in einer von Rabattaktion geprägten Zeit seine Ware zu guten Preisen losgeschlagen habe, erklärte Felix Dennl vom Bankhaus Metzler.

Die BÖRSE ONLINE-Redaktion hat die Adidas-Aktie als einen ihrer "persönlichen Jahrestipps" mit einem Kursziel von 230 Euro auf dem Zettel (Heft 02/2026).

Endlich günstig bei einbem Top-Broker handeln

BÖRSE ONLINE hat im Broker-Vergleich 2026 die besten Anbieter ermittelt. Das für Sie passende Angebot finden Sie hier im Depot-Vergleich.

Lesen Sie auch

Minus 14 Prozent! Ein Satz lässt Adidas und Puma heute abschmieren

oder

Heftige Rücksetzer bei Gold und Silber: Das sind die Gründe


Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor, Markus Voss, hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Adidas.