Blackstone würde gerne mehr in Deutschland investieren. Das sagt Jonathan Gray, Chief Operating Officer, in einem Interview. Was das Unternehmen plant.

Blackstone sorgte dieses Jahr in Deutschland für Aufsehen: Der US-Riese gab Pläne bekannt, in Lippetal eines der größten Rechenzentren Deutschlands bauen zu wollen. „Zudem haben wir kürzlich eine paneuropäische Logistik-Investmentplattform namens Proxity gestartet, die ihren Hauptsitz in Frankfurt hat", sagte Jonathan Gray in einem Interview mit dem Handelsblatt. Gray ist Chief Operating Officer beim größten Private-Equity-Unternehmen der Welt und gilt als designierter Nachfolger des CEO.

Blackstone würde gerne noch mehr in Deutschland investieren

Weiter sagte er: „Wir würden jedoch gerne noch mehr in Deutschland investieren. Deutschland ist besonders interessant, weil es hier so viel Industrie-Know-how gibt.” Alle schnell wachsenden Branchen wie digitale Infrastruktur, Verteidigung, Raumfahrt oder Energieerzeugung seien auf spezielle Komponenten wie Ventile oder Pumpen angewiesen. “Bei solchen Produkten ist Deutschland oft führend”, so Gray gegenüber dem Wirtschaftsmagazin.

Das fügt sich in die größere Strategie von Blackstone ein: Der US-Riese will 500 Milliarden Euro über die nächsten zehn Jahre in Europa investieren – und war schon ordentlich einkaufen. Neben Immobilien und erneuerbaren Energien pumpt Blackstone vor allem massiv Gelder in Rechenzentren – wie schon das Beispiel Lippetal zeigt. Zudem finanzieren Blackstone und Apollo mit 35 Milliarden Dollar den größten privaten Deal für KI-Rechenzentren.

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Größtes Private-Equity-Unternehmen der Welt pumpt massiv Gelder in KI-Infrastruktur

„Wir sind als Firma schon lange überzeugt: KI hat das Potenzial, die gesamte Wirtschaft umzukrempeln", erklärt Gray dazu. Daher sei man eine Partnerschaft mit Anthropic eingegangen und habe ein Gemeinschaftsunternehmen mit Google gegründet, um den Bau von Rechenzentren und den Kauf von leistungsfähigen Mikrochips zu finanzieren und die Einführung von KI in Unternehmen voranzutreiben. “Wir glauben also: Die Infrastruktur für Rechenleistung aufzubauen und sie dann einzusetzen, ist ein langfristiger, globaler Trend, der nicht aufzuhalten ist”, erklärt Gray.

Allerdings notiert die Aktie von Blackstone seit Jahresbeginn etwa 25 Prozent im Minus. Für Gray ist das aber nur eine "Momentaufnahme". Dass der Aktienkurs schwankt, sei normal. “Auf lange Sicht hat Blackstone für die Aktionäre einen sehr guten Job gemacht, die Aktie hat den Markt deutlich geschlagen”, sagte der Blackstone-Manager dem Handelsblatt. Und mit dem vielen Geld für Rechenzentren mausert sich Blackstone gerade zum großen Investor für KI-Infrastruktur.

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Häufige Fragen

Wer ist Jonathan Gray? 

Jonathan („Jon") Gray fungiert als operativer Vorstand von Blackstone und wird als designierter Nachfolger von Firmengründer und CEO Stephen Schwarzman gehandelt. Bloomberg schätzt sein persönliches Vermögen auf 8,3 Milliarden US-Dollar. 

Was macht Blackstone?

Blackstone ist das weltweit größte Private-Equity-Unternehmen und verwaltet Vermögenswerte im Umfang von 1,3 Billionen US-Dollar. Neben seinemjn Beteiligungsgeschäft hat Blackstone seinen Fokus zuletzt verstärkt auf Rechenzentren und Infrastrukturprojekte ausgeweitet.

Warum ist Deutschland für Blackstone besonders attraktiv als Investitionsstandort?

Jonathan Gray hebt vor allem das Industrie-Know-how Deutschlands hervor. Schnell wachsende Branchen wie digitale Infrastruktur, Verteidigung, Raumfahrt und Energieerzeugung sind auf spezialisierte Komponenten – etwa Ventile oder Pumpen – angewiesen. Bei der Herstellung solcher Präzisionsprodukte zählt Deutschland weltweit zu den führenden Nationen, was den Standort für Blackstone besonders interessant macht.

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