Seit der vergangenen Woche steht Apple negativ in den Schlagzeilen und jetzt versammeln sich die Bären bei der Aktie. Dieser bekannte Hedgefondsmanager zum Beispiel wettet jetzt massiv gegen Apple. Drohen Anlegern bald 27 Prozent Kursverluste?

In der vergangenen Woche gab es einige schlechte Nachrichten für Apple. Zum einen stellte der Konkurrent Huawei ein neues iPhone-Konkurrenzprodukt mit 5G-Fähigkeit in den Raum, zum anderen droht seit der letzten Woche ein Verbot der Benutzung von Apple-Produkten durch Regierungsbeamte.

Dies führte dazu, dass der Big-Tech Konzern einen der schlechtesten Handelstage im Jahr 2023 erlebte und 200 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verlor. Doch es kommt noch schlimmer: denn jetzt treten die Bären auf den Plan.

Gefeierter Hedgefonds-Manager shortet massiv Apple-Aktien

So hat der bekannte Hedgefonds-Manger und Gründer des Satori Fonds Dan Niles kürzlich auf Twitter verkündet, dass Apple jetzt seine größte Short-Position im Portfolio ist. 

Niles begründete seine Short-Positione damit, dass Apple durch den hohen Umsatzanteil in China bald in arge Probleme geraten dürfte, primär dann wenn ein gleichwertiges Produkt aus dem Hause Huawei auf den Markt kommt. Dieses könnte das Wohlwollen der chinesischen Regierung wecken und zu weiteren Regulierungen gegen den Konzern beitragen.

Zudem führte Niles an, dass auch die Umsätze außerhalb von China bei Apple womöglich bald einen Rücksetzer erleben könnten. Als Grund nannte der Experte die beginnenden Studienkredit-Rückzahlungen in den USA, welche den Konsum ganzer Generationen einschränken dürften.

Weiterhin führte der Shortseller aus, dass eine Bewertung mit KGV 29 gegenüber der des Marktes mit KGV 21 nicht mehr zu rechtfertigen sei. Dementsprechend erwartet Niles eine Angleichung dieser Verhältnisse, was gleichbedeutend mit einem Kursverlust von 27 Prozent wäre.

Drohen jetzt 27 Prozent Kursverlust mit Apple-Aktien?

Doch ob es wirklich so negativ kommt, wie es der Shortseller Niles bei Twitter beschreibt, bleibt abzuwarten. Sicher ist allerdings, dass einige Probleme auf den Big-Tech-Konzern zukommen, welche womöglich zu lange ignoriert worden sind. 

Zumindest in den kommenden Wochen sollten sich Anleger deswegen auf einiges Ruckeln bei der Aktie einstellen. Erst die anstehenden Quartalszahlen am 25. Oktober dürften dann wieder frische Impulse für die Aktie bereithalten.

Apple (WKN: 865985)

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Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.