17.35 Uhr - Im Ringen um Staatshilfen für Fluggesellschaften in den USA zerstreut die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die Hoffnungen der Anleger. Es werde keine zusätzlichen Bundeshilfen ohne die Einigung auf ein großes Corona-Hilfspaket geben, sagte sie. Aktien von American Airlines fallen daraufhin um bis zu 0,8 Prozent, Delta kippen leicht ins Minus, Papiere von Jetblue grenzen die Gewinne deutlich ein und liegen noch 1,3 Prozent höher. Der Dow-Jones-Index fällt um bis zu 0,1 Prozent. 14.29 Uhr - Die US-Großbank Morgan Stanley baut ihr Vermögensverwaltungsgeschäft mit einem Milliardenzukauf aus. Für sieben Milliarden Dollar in bar und in Aktien übernimmt das Geldhaus den Vermögensverwalter Eaton Vance, wie die Unternehmen am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekanntgaben. Eaton Vance verfügt über einen verwaltetes Vermögen (AUM) von mehr als 500 Milliarden Dollar. Morgan Stanley will sich unabhängiger vom Investmentbanking machen und die Provisionseinnahmen in die Höhe schrauben. Erst vergangene Woche hatte die Großbank die 13 Milliarden Dollar teure Übernahme des Billig-Brokers E*Trade abgeschlossen. Die Eaton-Aktionäre erhalten 28,25 Dollar in bar sowie 0,5833 Morgan-Stanley-Papiere je Anteilsschein. Gegenüber dem Schlusskurs der Eaton-Aktie vom Mittwoch entspricht das einem Aufschlag von 38 Prozent. Die Eaton-Aktien legten vorbörslich um 36 Prozent auf 55,79 Dollar zu, während die Morgan-Stanley-Papiere 2,6 Prozent verloren.

14.25 Uhr - BMW geht nach der Erholung seines Absatzes vom Corona-Schock für das Gesamtjahr weiterhin von einem Betriebsgewinn aus. "Wir sind auf dem Weg, die Ziele zu erreichen", sagte Finanzvorstand Nicolas Peter am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Vor allem die hohe Nachfrage nach dem Luxusmodell 8er oder dem großen SUV X7 und der Absatzsprung in China sorgten dafür, dass der Münchner Autobauer gut durch die Corona-Krise kommt. Denn der erzielbare Gewinn am weltweit größten Automarkt liege über dem Durchschnitt, ergänzte Peter. Nach dem Einbruch um ein Viertel im zweiten Quartal war der BMW-Absatz im dritten Quartal um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahrszeitraum gestiegen auf knapp 676.000 Fahrzeuge. Das Minus im Jahresverlauf verringerte sich bis Ende September auf 12,5 Prozent bei 1,6 Millionen Fahrzeugen. Auch am europäischen Markt konnte BMW den Vorjahresabsatz von Juli bis September übertreffen, und zwar um sieben Prozent. Der US-Markt dagegen lag knapp 16 Prozent unter dem Vorjahr. "Die Krise ist noch nicht ganz vorbei", mahnte Peter zur Vorsicht. Den Absatz von E-Autos und Hybridwagen konnte BMW im dritten Quartal um knapp die Hälfte gegenüber dem Vorjahrszeitraum steigern. Der Autobauer könne deshalb die Vorgabe der EU zur Reduktion des CO2-Ausstoßes in diesem Jahr sogar übererfüllen und sei auch "gut unterwegs für 2021", sagte der Finanzchef.

09.27 Uhr - Die Aktien des Softwareunternehmens Nemetschek legen 5,5 Prozent zu und sind damit stärkster Wert im MDax. Die Experten von Barclays hoben ihre Einstufung auf "Overweight" von "Equal Weight" an.

08.39 Uhr - Die Rational-Aktien geben im Frankfurter Frühhandel 2,1 Prozent nach. Einem Händler zufolge wurden die Papiere von den Analysten des Bankhauses Lampe auf "Sell" herabgestuft.

08.02 Uhr - Die Aktien des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 legen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 2,6 Prozent zu. Händlern zufolge haben die Experten von Goldman Sachs die Papiere auf "Buy" hochgestuft.

07.40 Uhr - Die Corona-Pandemie hat den österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV auch im Sommer eingebremst. Im dritten Quartal sank die Produktion auf 444.000 Barrel pro Tag von 464.000 Barrel im Vorquartal, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Geschäft mit der Weiterverarbeitung von Rohöl zu Treibstoffen schrumpfte die entsprechende Raffineriemarge auf 0,87 Dollar je Barrel nach 2,26 Dollar im Vorquartal. Die Raffinerien seien zu 90 Prozent ausgelastet gewesen. Im dritten Quartal sei ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag durch die Absicherung (Hedges) auf die Raffineriemargen erzielt worden, hieß es. Die Ergebnisse für das dritte Quartal will OMV am 29. Oktober veröffentlichen.

rtr