Das bewegt den deutschen Leitindex zum Wochenausklang. Außerdem im Fokus der Börse: die Aktien von Adesso und Gerresheimer.

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag zur Eröffnung relativ träge präsentiert. In den ersten Handelsminuten sank der DAX um 0,2 Prozent auf 24.002 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund anderthalb Prozent an.

Dagegen legte der MDax der mittelgroßen Unternehmen am Freitagmorgen um 0,3 Prozent auf 30.441 Zähler zu. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone ging es um 0,2 Prozent abwärts.

Zuletzt hatte der Dax nur mit Mühe seine 50-Tage-Linie verteidigt, die als Gradmesser für den mittelfristigen Trend derzeit seitwärts tendiert. Gleichzeitig bleibt aber auch der Rekord von Mitte Juli bei 24.639 Punkten weiter in Sichtweite. Dem Markt fehlt es an einem klaren Trend. Geopolitische Unsicherheiten mit Blick auf den Ukraine-Krieg sowie die US-Zollpolitik belasten, während das Boom-Thema Künstliche Intelligenz zuletzt an Fahrt verloren hat.

DAX (WKN: 846900)

Aktien von Gerresheimer im Fokus

Die Aktien von Gerresheimer haben am Freitagmorgen positiv auf die Bekanntgabe eines neuen Finanzchefs reagiert. Die Papiere des Verpackungsspezialisten erholten sich auf der Handelsplattform Tradegate bis zu 2,7 Prozent gegenüber dem Xetra-Vortagesschluss. Im Monatsverlauf waren sie auf einen Tiefststand seit dem Jahr 2014 gefallen. Sind sind 2025 bisher mit minus 40 Prozent der zweitschwächste MDax-Wert.

"Die Veränderung im Management ist lange überfällig", kommentierte Pallav Mittal von der Bank Barclays. Die Führung sei "routiniert zu optimistisch" gewesen, habe dann einige Male die Ziele revidieren müssen und dennoch keinen Druck gespürt. Der neue Finanzchef dürfte von den Anlegern daher mit offenen Armen empfangen werden.

Aktien von Adesso im Fokus

Aktien von Adesso haben ihren kurzfristigen Abwärtstrend am Freitag nach der Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux geknackt. Die Papiere des IT-Dienstleisters ließen mit plus 8 Prozent zudem mehrere längerfristige Durchschnittslinien hinter sich, die bei charttechnisch orientierten Anlegern stark beachtet werden. Die Kursbilanz für das Gesamtjahr ist nun wieder knapp positiv.

Die kurzfristigen Risiken seien zu hoch gehängt worden, so die Kepler-Experten. Gleichzeitig werde den besseren Aussichten für die Profitabilität zu wenig Beachtung geschenkt. Mit ihrem Kursziel von 110 Euro signalisieren sie auch nach der positiven Kursreaktion noch ein Erholungspotenzial von rund 20 Prozent.

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