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Was ist der Cryptoradar?

Kurz und knapp zusammengefasst, können Sie sich unter "Sentiment" ein Stimmungsbarometer vorstellen, das die durchschnittliche Meinung über eine Kryptowährung darstellt. Daneben stellen wir Ihnen den Buzz dar. Dieser zeigt Ihnen, ob gerade relativ viel oder wenig über eine Kryptowährung diskutiert wird. BISONs Cryptoradar ermöglicht Ihnen damit ein einfaches Monitoring der vier Kryptowährungen - Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple (XRP) - durchzuführen, ohne dass Sie dabei tausende Tweets oder Nachrichten lesen müssen.

Wie funktioniert der Cryptoradar?

BISONs Cryptoradar basiert auf dem Ansatz des maschinellen Lernens, eine Form von künstlicher Intelligenz. Der BISON Algorithmus bewertet jeden Tag über zwei Millionen kryptobasierte Tweets vollautomatisiert. Die Bewertung der Tweets hat er von unseren Krypto-Experten über mehrere Jahre gelernt. In einem ersten Schritt untersucht er dafür täglich 2 Millionen Tweets auf ihre Relevanz für die jeweilige Kryptowährung und filtert diejenigen heraus, die keinen Mehrwert für die Analyse bringen, weil sie Spam oder ähnliches sind. Übrig bleiben dann rund 250.000 Tweets, die der BISON Algorithmus im Cryptoradar für Sie visuell aufbereitet.

Wie ist der Cryptoradar aufgebaut?

Der Cryptoradar besteht aus zwei Dimensionen: Das Sentiment repräsentiert die durchschnittliche Meinung über die jeweilige Kryptowährung - je mehr positive Tweets, desto weiter rechts befindet sich das jeweilige Icon im Cryptoradar. Der Buzz zeigt die Stärke des Meinungsaustauschs über die Kryptowährung an - je größer die Anzahl an Tweets, desto weiter oben ist das Icon dargestellt. So können Sie im Cryptoradar schnell und einfach die Stimmung zu den handelbaren Kryptowährungen ablesen.

Wichtig - BISONs Cryptoradar stellt keine Handlungsempfehlung dar, sondern soll Ihre Investmententscheidung in den Kryptomarkt zusätzlich unterstützen und als Informationsquelle dienen.

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Was ist ein Bitcoin?

Mit der Kryptowährung Bitcoin können Transaktionen an Regierungen und Banken vorbei abgewickelt werden: Sie werden direkt von einer Adresse zu einer anderen übertragen. Dabei ist jede Transaktion von Bitcoins zwar für jeden sichtbar, etwa auf Blockchain.info. Die Webseite zeigt, wie viele Münzen gerade von welcher Bitcoin-Adresse an welche überwiesen werden. Wer hinter der jeweiligen Adresse steckt bleibt aber geheim. Die Transaktionen sind verschlüsselt - mit Bitcoins kann man anonym bezahlen. Das ist der Grund, warum sie auch einen schlechten Ruf als Währung für Kriminelle haben. Die digitalen Münzen sind auch die Währung des Darknet, also des anonymen Teils des Internets.

Wie entstehen Bitcoins?

Bitcoin entstehen durch das sogenannte Mining. Die Schaffung einer neuen Einheit der Kryptowährung läuft über die virtuelle Verbuchung von Transaktionen: Will ein Nutzer Bitcoins versenden, wird dieser Überweisungsvorgang mit anderen Transaktionen zu einem Block gebündelt. Dieser muss validiert und der sogenannten Blockchain, einer Art Kassenbuch, mit dem sich alle Transaktionen nachvollziehen lassen, zugefügt werden. Dies geschieht über ein Rechenrätsel, das Millionen sogenannter Miner weltweit versuchen zu lösen. Wer das Rätsel zuerst knackt, erhält als Belohnung einen Bitcoin. Zusätzlich erhalten die Miner eine Art Trinkgeld für die Prüfung von Transaktionen. Letztere machen mittlerweile den größeren Teil der Einnahmen der Miner aus, da es programmierbedingt immer schwieriger wird, die Rechenrätsel zu lösen und die Belohnung sich zudem reduziert.

Was ist Mining?

Die Erzeugung von neuen Bitcoins nennt man "Mining". Um neue Münzen zu gewinnen, stellen User dem Netzwerk Rechenleistung zur Verfügung. Wenn ein neuer Block von Transaktionen erzeugt wurde, verifizieren Miner sie und wandeln den Block in etwas Kürzeres um. Es entsteht ein sogenannter Hash - eine Abfolge von Buchstaben und Zahlen. Der Code wird im jeweils aktuell letzten Block der Kette aufbewahrt, an den dann die darauffolgenden neuen Blocks wiederum angehängt werden. Miner konkurrieren dabei auf der Suche nach neuen Blocks - sind sie erfolgreich, bekommen sie dafür neue Bitcoins. Je nach Beitrag der Rechenleistung werden anteilig Bitcoins vergeben. Bis die Grenze von 21 Millionen Münzen erreicht ist, wird die Menge also zwar immer langsamer, aber stetig größer. Durch das Mining wird die Blockchain vor Manipulationen geschützt. Ein Bitcoin kann so zum Beispiel nicht zweimal ausgegeben werden.

Was sind Miner?

So werden die Betreiber genannt, die weltweit Rechenleistung für die Blockchain zur Verfügung stellen. Sie bestätigen Transaktionen und tragen sie in die Blockchain ein. Für ihre Arbeit erhalten die Miner Bitcoins - unter anderem aus den Gebühren der Nutzer.

Wie kann man Bitcoins kaufen?

Bitcoins kaufen geht vor allem auf verschiedenen Plattformen. Die bekannteste in Deutschland ist Bitcoin.de. Auch über Bitcoin-Börsen wie Cex.io oder Kraken.com kann man die Digitalwährung kaufen. Da die Münzen aber rein digital existieren, brauchen die Besitzer ein sogenanntes Wallet, eine Art digitales Portemonnaie, um die virtuelle Währung zu empfangen, aufzubewahren oder zu versenden. Voraussetzung dafür ist ein Bankkonto oder eine Kreditkarte. Man muss auch keinen ganzen Bitcoin kaufen. Stattdessen kann man auch Bitcoin-Teilbeträge erwerben. Die kleinste Einheit ist ein Satoshi - das sind 0,00000001 Bitcoin. Weltweit gibt es inzwischen auch einige Bitcoin-Geldautomaten, an denen man die digitalen Münzen gegen Bares erstehen kann.

Was ist ein Wallet?

Ein Wallet ist die digitale Geldbörse, die mit einer App auf dem Handy oder dem Computer gespeichert ist. Jeder Nutzer meldet sich mit zwei kryptografisch verschleierten Schlüsseln an: Der eine ist privat, die andere dient der Identifikation in der Blockchain. In der Wallet können die Bitcoins verwaltet werden. Bei den meisten Modellen liegt das Bitcoin- Vermögen aber bei einem externen Anbieter. Das birgt zwar das Risiko eines Hacks, schützt aber vor Verlust der digitalen Münzen.

Warum gibt es Bitcoin Cash und Bitcoin Gold?

Bitcoin Cash wurde bereits am 1. August 2017 von Bitcoin abgespalten. Hintergrund war ein Streit um die Geschwindigkeit von Bitcoin-Transaktionen. Gleichzeitig ist nur eine begrenzte Zahl von Transaktionen möglich. Das bedeutet, dass es zu langen Wartezeiten und/oder hohen Gebühren kommt. Ein Update namens "Segwit2x" sollte die Transaktionen schneller machen, in dem die Größe eines Blocks ausgeweitet wird. Einer kleineren Gruppe von Minern war das zu wenig. Sie riefen also Bitcoin Cash ins Leben. Hier sind die Blocks achtmal so groß wie die ursprünglichen. Jeder Bitcoin-Besitzer bekam gratis Bitcoin Cash.

Am 25. Oktober 2017 bereits die zweite Abspaltung statt: von Bitcoin wurde Bitcoin Gold abgezweigt. Diesen Vorgang nennt man "Hard Fork". Bei Bitcoin Gold soll es auch für private Personen wieder möglich machen, Bitcoin zu schürfen. Bitcoin Gold ging gratis an Besitzer von Bitcoins.

Was ist ein Hard Fork?

Ähnlich einem Aktiensplit lässt sich bei Kryptowährungen eine Parallelwährung abspalten, etwa um die Programmierung zu verbessern. Die Miner stimmen darüber ab, der Markt entscheidet, welche Währung sich durchsetzt.

Welche Kryptowährungen gibt es?

Zwar ist die Zahl der Bitcoins, die es geben darf, begrenzt. Nicht aber die Zahl der Kryptowährungen an sich. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kryptowährungen schnell gestiegen. Zu den bekanntesten zählen Bitcoin (BTC), Ether bzw. Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Bitcoin Cash (BCH / BCC), Dash (DASH), Litecoin (LTC), Monero (XMR), NEO (NEO).

Was ist Ether?

Neben der dezentralen Währung Ether lassen sich über die Plattform Ethereum auch komplexe Verträge tauschen, mit denen zum Beispiel Notarleistungen ersetzt werden könnten.

Was ist Ripple?

Bei Ripple soll die Blockchain wie ein globaler Basar funktionieren, auf dem man in Echtzeit digitale Güter handeln kann. Banken nutzen sie für den Versand und Handel von Devisen.

Was ist Litecoin?

Die Kryptowährung basiert auf dem selbem Quellcode wie Bitcoin, sie zeichnet sich aber durch schnellere Transaktionszeiten und eine verbesserte Speichereffizienz aus.

Was ist IOTA?

IOTA soll Zahlungen im Internet der Dinge vereinfachen. Die Kryptowährung ist daher auf Micropayments zwischen zwei Maschinen ausgelegt, die auch offline funktionieren.

Was ist Dash?

Die Kryptowährung Dash arbeitet effizienter als Bitcoin und bietet eine höhere Anonymität, da die Transaktionen nicht öffentlich sind. Das System wird ständig weiterentwickelt.

Was ist NEM?

Ähnlich wie Ethereum wird die Plattform Nem als Zahlungssystem und zur Erstellung sogenannter Smart Assets genutzt. Sie kann zum Beispiel als verschlüsselter Messenger verwendet werden.

Was ist Monero?

Die Kryptowährung Monero ermöglicht eine sehr hohe Anonymität, da die Geldflüsse nicht öffentlich einsehbar sind. Monero ist stärker teilbar als Bitcoin, allerdings auch speicherintensiver.

Was ist ein ICO?

Die drei Buchstaben ICO stehen für "Initial Coin Offering", ganz ähnlich dem IPO, dem Kürzel für "Initial Public Offering", Englisch für Börsengang. Auch bei einem ICO gehen Unternehmen an die Börse, aber an eine für Kryptowährungen. Begeben werden keine Aktien oder digitale Münzen wie Bitcoin, sondern sogenannte Token. Das Revolutionäre ist, dass so Start-up-Investitionen nicht nur einem exklusiven Kreis von Risikokapitalgebern vorbehalten sind. Jeder kann, ohne an eine regionale Börse gebunden zu sein, über ein Kryptokonto mit jedem Betrag einsteigen. Mit den Token entsteht so ein Sekundärmarkt für Risikokapitalinvestitionen, denn sie sind handelbar. Die blockchainbasierte Technologie hat zudem das Potenzial, dem klassischen Aktienmarkt Konkurrenz zu machen

Was ist die Blockchain?

Die Technik, die Bitcoin zugrunde liegt, heißt Blockchain. Aus dem Englischen übersetzt heißt das so viel wie "Blockkette" - in diesem Fall eine Kette aus Transaktionsblöcken. Die Blockchain kann man sich vorstellen wie eine Kette aus Informationen über alle Bitcoin-Transaktionen, die je gemacht wurden. Sozusagen eine Art digitale Buchhaltung - eine dezentrale Datenbank, bei der jeder Nutzer Daten mit sämtlichen Informationsketten besitzt: Jeder, der dem Netzwerk angehört, hat dieselben und vollständigen Informationen über alle Transaktionen. Die Blockchain funktioniert wie ein öffentliches Grundbuch für Transaktionen zwischen Computern. Die digitale Verschlüsselungstechnik kann die Eigentumsübertragung einer Geldeinheit lückenlos dokumentieren. Wenn ein neuer Block aus Transaktionen erzeugt wird, wird er an die Kette angehängt. Das ist der Punkt, an dem die sogenannten "Miner" zum Zug kommen.

Was ist der Unterschied zwischen Kryptowährungen und dem Euro/Dollar/etc.?

Hinter Währungen wie dem Bitcoin stehen weder Staaten noch Zentralbanken. Die Währung gibt es auch nur digital. Der Kurs beziehungsweise der Preis eines Bitcoins ergibt sich ausschließlich durch Angebot und Nachfrage. Ist im Zweifel keine Nachfrage mehr nach dem Kryptogeld da, könnte es komplett seinen Wert verlieren. Nimmt die Nachfrage hingegen zu, könnte es mit dem Kurs aber auch deutlich weiter nach oben gehen.

Was ist Halving?

Halving ist ein im Bitcoin vom Gründerpseudonym Satoshi Nakamoto eingebauter deflationärer Mechanismus, der künstlich Knappheit erzeugen und Inflationen vermeiden soll. So wurde vorgesehen, dass diejenigen, die Rechenleistung zur Bearbeitung von Transaktionen bereitstellen, mit Bitcoins entlohnt werden. Damit jedoch nicht zu viele Bitcoins in das System geraten, wird die Entlohnung in regelmäßigen Abständen halbiert. Nach dem kommenden Halving im Mai 2020 wird das Schürfen nur noch mit 6,25 Bitcoins (2009: 50 Bitcoins, zuletzt 12,5 Bitcoins) entlohnt. Die Zufuhr von Bitcoins wird so künstlich verknappt, das Ziel sind stabile Bitcoin-Preise. Ein Blick auf das erste Halving Ende 2012 zeigt, dass die Erwartungen an diesen Mechanismus einen Preisanstieg auf über 180 Dollar zur Folge hatten. Nur ein Jahr später erreichte der Bitcoin-Kurs sein erstes Hoch bei etwa 1130 Dollar. Das letzte Halving fand im Juni 2016 statt und hatte die bisher größte Kursrally des Bitcoin zur Folge.