Ein neues KI-Modell steht plötzlich unter Verschluss! Der Grund: Diese KI findet Schwachstellen so schnell, dass ganze Geschäftsmodelle bedroht sind. Diese Aktien zittern jetzt.
Anthropic (ISIN: US00ANTHROP0, nicht börsenkotiert) meldet für Claude Mythos Preview Tausende gravierende Lücken in Betriebssystemen, Browsern und weiterer Software. Selbst Mitarbeiter ohne klassische Security-Ausbildung kamen laut dem Unternehmen teils über Nacht zu funktionsfähigen Exploits. Das verschiebt die Kräfte im Cybermarkt abrupt.
"Claude Mythos" hebt das Risiko im Softwaresektor deutlich an
"Claude Mythos" Preview ist ein von Anthropic entwickeltes KI-Modell, das gravierende Software-Schwachstellen in großem Stil aufspüren und teils ausnutzbar machen kann – deshalb hält es das Unternehmen aus der Öffentlichkeit heraus und gibt es nur ausgewählten Partnern für defensive Cybersicherheitsarbeit.
Claude Mythos Preview markiert eine neue KI-Eskalationsstufe. Laut Anthropic fand das Modell Schwachstellen in jedem wichtigen Betriebssystem und in jedem großen Browser. Mehr als 99 Prozent der entdeckten Lücken blieben zunächst ungepatcht. Anthropic spricht von teils zehn bis zwanzig Jahre alten Fehlern. Genau deshalb öffnet Anthropic das Modell nicht für die breite Öffentlichkeit, sondern nur im Rahmen von Project Glasswing. Dort arbeiten unter anderem Amazon, Apple, Microsoft, Google, Nvidia, CrowdStrike und Palo Alto Networks mit. Anthropic legt dafür bis zu 100 Millionen Dollar an Nutzungsguthaben sowie weitere vier Millionen Dollar für Open-Source-Sicherheitsgruppen auf den Tisch.
Anleger bestrafen schon die Angst vor Vertrauensverlust
Für die Börse zählt jetzt vor allem eine Frage: Welche Anbieter verlieren als Erste das Vertrauen, wenn KI-Sicherheitslücken schneller findet als menschliche Teams?
Reuters verwies bereits Anfang April darauf, dass schon ein früher Bericht über Mythos die Aktien von Palo Alto Networks und CrowdStrike kräftig unter Druck setzte. Ende Februar zeigte sich das Muster noch klarer: Nach dem Start von Claude Code Security sackten CrowdStrike, Datadog und Zscaler um jeweils rund 11 Prozent ab. Fortinet und Okta gaben rund 6 Prozent nach, Palo Alto Networks 3 Prozent und SentinelOne 5 Prozent. Der Markt reagiert also schon auf die Aussicht, dass KI die bisherigen Schutzversprechen vieler Anbieter angreift. Besonders heikel bleibt das für hoch bewertete Spezialisten, deren ganze Investmentstory auf Vertrauen, Erkennungstempo und technischer Überlegenheit ruht.
Diese Softwaretitel stehen auf der Verlierer-Liste
Auf die engere Watchlist gehören deshalb insbesondere:
- Okta (ISIN: US6792951054),
- Zscaler (ISIN: US98980G1022),
- Fortinet (ISIN: US34959E1091),
- SentinelOne (ISIN: US81730H1095) und
- Datadog (ISIN: US23804L1035).
Okta liefert bereits das warnende Beispiel: Nach dem Einbruch in das Support-System fiel die Aktie im Oktober 2023 um 11,6 Prozent; schon 2022 quittierte der Markt einen früheren Hack und den schleppenden Umgang damit mit dem größten Tagesverlust seit 2018. Zscaler, Fortinet, SentinelOne und Datadog traf die neue KI-Angst im Februar sofort.
Palo Alto Networks (ISIN: US6974351057) und CrowdStrike (ISIN: US22788C1053) bleiben zwar ebenfalls anfällig für heftige Kursreaktionen, ihre Rolle in Glasswing verschafft ihnen im Moment aber eher Rückendeckung als neues Misstrauen.
Fazit
Bei der Auswahl geeigneter Einzelinvestments in Softwareaktien müssen Anleger noch bedachter vorgehen als bei der Selektion in anderen Branchen.
Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem Künstliche Intelligenz Index glücklicher.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palo Alto Networks.