Beim Bitcoin, Rohöl, Gold und Silber sind die Volatilitäten – und mit ihnen das Risiko – kräftig gestiegen, während die Aktienmärkte überwiegend „cool“ blieben. Stabilität scheint derzeit sehr gefragt zu sein.
Die ungewöhnlich heftigen Turbulenzen sind überraschenderweise vor allem dort zu beobachten, wo Anleger eigentlich „Ruhe“ erwarten. So sind zum Beispiel die Preise für Gold und Silber regelrecht abgestürzt und deren Absicherungsprämien stark gestiegen: Der CBOE-Gold-Volatilitätsindex (GVZ) klettert Ende Januar auf ein Mehrjahreshoch von 48,6 Prozent und sein Pendant auf Silber (VXSLV) zeigte zuletzt sogar Intraday-Spitzen von über 123 Prozent. Auch beim Bitcoin, der unter Anlegern aber schon immer als hochvolatil galt, herrscht ein hohes Maß an Verunsicherung. So attestiert der Fear & Greed-Index aktuell „Extreme Angst“ (Wert: 15) – ein Signal dafür, wie nervös Marktteilnehmer gerade gestimmt sind.
Stabile Werte machen immer Sinn
Wenn selbst „Sicherheitsanker“ wie Gold und Silber mit derart schwankenden Erwartungen gehandelt werden, ist der Wunsch nach Stabilität nachvollziehbar. Viele Investoren suchen dann weniger den nächsten spektakulären Trade, sondern belastbare Geschäftsmodelle, kalkulierbare Cashflows – und idealerweise laufende Erträge, die Kursschwankungen abfedern können.
Genau hier setzt das Konzept des BO Stabile Werte Index an, den BÖRSE ONLINE als defensives Portfolio mit breiter Streuung konstruiert hat. Bei der Indexzusammensetzung wurde großer Wert darauf gelegt, dass dessen Komponenten historisch weniger schwankungsanfällig waren als große Leitindizes. Für die vergangenen 12 Monate wird eine historische Volatilität von 15 Prozent angezeigt, wobei die aktuelle Indexzusammensetzung 18 Aktien plus Xetra-Gold umfasst.
Interessanter Mix aus Dividende und Vola
Dividenden sind nie garantiert und schützen nicht automatisch vor Kursverlusten. Aber gerade in Phasen, in denen „Angst“ und hohe Volatilitäten die Stimmung an den Finanzmärkten dominieren, kann eine Kombination aus defensiven Aktien mit attraktiven Ausschüttungen helfen, das Portfolio psychologisch wie finanziell zu stabilisieren. Innerhalb des Index weisen diese fünf Titel des BO Stabile Werte Index besonders hohe und solide Dividendenrenditen aus: Vinci, Rio Tinto, Scor SE, Equinor und Gaztransport et tecnigaz aus. Die drei erstgenannten Anteilsscheine verfügen dabei über die niedrigsten historischen 250-Tage-Volatilitäten.
Fazit: Anleger sollten einen Teil ihres Portfolios unbedingt mit niedrigvolatilen Wertpapieren „bestücken“, um damit „schlaflose Nächte“ zu vermeiden. Auf eine einzelne dividendenstarke Aktie zu setzen, macht allerdings weniger Sinn als in einen Korb solcher Aktie zu investieren. Der BO Stabile Werte Index weist dank seiner Diversifikation eine deutlich geringere Volatilität als die einzelnen Titel aus und hat damit in den vergangenen 12 Monaten mit 29 Prozent sogar die Performance des MSCI World (18 Prozent) übertroffen.
Hier gibt es weitere Infos zum BO Stabile Werte Index
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