Diese Unternehmen haben das meiste Geld. Darunter befinden sich viele deutsche Aktien und auch Siemens, LVMH, Shell und viele mehr. Dieses viele Geld kann für Aktienrückkäufe, Übernahmen und Ausschüttungen genutzt werden. Welche Aktien sich lohnen können. In Zusammenarbeit mit Roland Frank

Europa-Aktien mit viel Geld für Übernahmen, Aktienrückkäufe und Ausschüttungen

Europa-Aktien
Bloomberg
Reiche Europa-Aktien

Wir haben bei Bloomberg ausgewertet, welche großen Aktien in Europa bei der letzten Bilanz das meiste Geld hatten und wie das Kurs-Cashflow-Verhältnis aktuell aussieht. Das KCV ist dabei nicht die wichtigste Kennzahl einer Aktie, aber je niedriger der Wert, desto mehr Cashflow generiert ein Unternehmen im Vergleich zu seinem Börsenwert. Bei einem Wert von 1,0 würde ein Unternehmen den kompletten Börsenwert innerhalb einen Jahres als Cashflow generieren. Diesen Cashflow können Unternehmen dann wiederum für Übernahmen, Schuldenabbau, Aktienrückkäufe oder auch Ausschüttungen nutzen.

Laut Bloomberg weisen dabei Volkswagen mit 65 Milliarden Euro an liquiden Mitteln und einem KCV von 3,99 sowie der Autobauer Stellantis mit rund 50 Milliarden Euro an liquiden Mitteln und einem KCV von 2,79 das meiste Geld auf. 

Während Anleger bei Volkswagen noch etwas vorsichtig sein sollten und erst einsteigen sollten, wenn die Volkswagen-Aktie die 200-Tage-Linie überwinden kann, empfiehlt BÖRSE ONLINE die Stellantis-Aktie mit einem Kursziel von 22 Euro und einem Stoppkurs bei 10,80 Euro zum Kauf. 

Und auch diese reichen Europa-Aktien können sich lohnen:

Aktien von Siemens, Shell und LVMH im Check

Während sich einige deutsche Aktien mit starken Rücklagen in der Tabelle von Bloomberg befinden, zählt auch Siemens zu den aktuellen Favoriten. Denn das DAX-Schwergewicht hat ein gutes Momentum und konnte sich nach dem Siemens Energy-Rücksetzer wieder berappeln. Zwar ist das KCV der Siemens-Aktie mit 11 nicht sonderlich attraktiv, doch die liquiden Mittel von rund 20,7 Milliarden Euro lassen viel Raum für Ausschüttungen. Zudem rät BÖRSE ONLINE zum Kauf der Siemens-Aktie mit einem Kursziel von 200 Euro.

Über eine noch deutlich bessere Rücklage verfügt derweil der Öl-Konzern Shell. Hier sind es 37,6 Milliarden Euro bei einem KCV von 3,55. Die Shell-Aktie kam derweil zuletzt etwas zurück, befindet sich aber weiterhin in einem Aufwärtstrend. BÖRSE ONLINE empfiehlt die Shell-Aktie mit einem Kursziel von 39 Euro und einem Stopp bei 27 Euro. 

Zudem befindet sich auch der angeschlagene Luxus-Konzern LVMH noch gerade eben so auf der Liste. Das kCV von 20,6 ist dabei gar nicht attraktiv und die liquiden Mittel in Höhe von 10,8 Milliarden Euro bei dem Börsenwert auch nicht gerade berauschend. Zwar macht die LVMH-Aktie aktuell eine schwere Zeit durch, doch sucht sie momentan nach einem Boden. Gelingt es der Aktie, einen neuen Aufwärtstrend zu etablieren und auch wieder über die 200-Tage-Linie zu gelangen, dann können Anleger wieder neu einsteigen. Aktuell beobachtet man das geschehen besser erstmal.

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