Ein Dividendenportfolio als Vorsorgemaßnahme ist bei einigen Anlegern eine sehr beliebte Taktik. Allerdings wissen viele nicht, wie sie es einrichten sollen. Eine bestimmte Strategie könnte jedoch genau das Richtige für Sie sein.
Das Rentenalter steigt, während die gesetzliche Rente immer weiter schrumpft. Viele Personen, die zur Millennial-Generation zählen, bewegen sich auf eine Niedrigrente zu, die in München nicht einmal eine Ein-Zimmer-Wohnung bezahlen kann – wenn sie dann mit Anfang 70 in Rente dürfen. Die Lösung klingt für viele Anleger einfach: Dividende kassieren und diese dann für den eigenen Konsum nutzen. Ganz so leicht fällt das den meisten jedoch nicht.
Auf die richtige Strategie kommt es an
Anleger neigen bei solchen Strategien dazu, lediglich nach der Dividendenrendite Ausschau zu halten. Dies kann allerdings schnell schiefgehen. Wichtig ist der korrekte Portfolio-Mix. Eine bekannte Strategie, die auf die perfekte Mischung setzt, ist die sogenannte Dividendenpyramide.
Anleger können sich das optimale Portfolio wie den dreiteiligen Aufbau einer Pyramide vorstellen. Dabei geben die jeweiligen Bausteine auch die optimale Gewichtung im Portfolio an. Die These besagt, dass das Fundament, also der unterste Bestandteil der Pyramide, mit Aktien angereicht sein sollte, die Einkommen generieren und im besten Fall als regelmäßige Zahler agieren.
Am besten sollte das Portfolio zu rund 40 Prozent aus solchen Werten bestehen. Hier wären etwa Versicherungen, Finanzinstitute, REITs oder Versorger sinnvoll, die einen eher konservativen Ansatz verfolgen. Aktuelle Beispiele sind etwa Allianz, TotalEnergies, JPMorgan Chase oder VICI Properties.
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Diversifizierung ist das Stichwort
Doch nicht nur Aktien, mit einer hohen Dividendenrendite sollten das Depot füllen, sondern auch Qualitätsaktien, die als zweiter Baustein herhalten. In einer perfekten Welt wären dies circa 30 Prozent Ihres Aktienvolumens. Klassische Beispiele kommen hier aus dem Basiskonsum wie etwa Coca-Cola, Pepsi oder Procter & Gamble. Diese Titel sollen Ihre Dividendenpyramide stabilisieren.
Die beiden oberen Bausteine hingegen sollen dem Wachstum dienen. Hiermit sind vor allem Dividendenwachstumswerte gemeint. Die vorletzte Kategorie gehört Unternehmen, die bereits ein etabliertes Dividendenwachstum ausweisen. Rund 20 Prozent sollten diese Werte ausmachen. Passende Beispiele wären etwa LVMH oder Microsoft. Als letztes haben wir noch die Spitze der Pyramide.
Fehlen also nur noch die letzten zehn Prozent. Diese sollten mit spekulativeren Werten angereichert sein. Hier sind es unter anderem KI-Werte, wie Cisco Systems oder BASF. Während die erste Aktie über operative Verbesserungen weiter wachsen kann, zeigt der erstarkte Chemiesektor beim Ludwigshafener Konzern klares Wachstumspotenzial.
Auf Profile achten
Nicht nur das reine Investieren und Diversifizieren ist der Schlüssel zum Erfolg. Wichtig ist auch die Aufteilung verschiedener Chance-Risiko-Profile. Wer auf die Dividendenpyramide setzt, hat deutlich höhere Chancen fürs Alter vorzusorgen, als Anleger, die ihr Geld lediglich auf hohe Renditen verwetten.
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Die Qual der Wahl
Es gibt viele Unternehmen die eine Dividende ausschütten. Einige mehr, andere weniger. Einige der Top-Unternehmen finden Sie beispielsweise im "Globale Dividenden-Stars"-Index von BÖRSE ONLINE.
FAQ
Was ist die Dividendenpyramide?
Sie ist ein Modell, das ein Dividendenportfolio in drei Bausteine mit unterschiedlicher Gewichtung aufteilt.
Wofür eignet sich das Fundament der Pyramide?
Es besteht aus stabilen Ertragswerten wie Versicherungen, REITs oder Versorgern.
Warum sind die oberen Bausteine spekulativer?
Weil sie zusätzliches Wachstums- und Kurspotenzial ins Depot bringen sollen.
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